Wer hier arbeitet: Der Trommelkurs

Shownotes

Sechs Monate Praktikum während der Ausbildung, dann anderswo gearbeitet, dann zurück. Was Stephanie Staude-Keywan zur Rückkehr bewogen hat: Es waren noch dieselben Kollegen da.

Im Gespräch mit Mandy Wolf erzählt sie von dem Trommelkurs, den sie vor gut einem Jahr eingeführt hat — eine Stunde, in der Patienten über den Rhythmus manchmal den Schmerz vergessen. Von Pilates, das sie aus dem Fitnessstudio mitgebracht hat. Und von einem Satz, den ein Patient beim Nordic Walking gesagt hat und der ihr Gänsehaut gemacht hat. Der Satz gibt dieser Folge den Titel.

Die ganze Geschichte gibt es auch zum Nachlesen:
karriere.klinik-weissenburg.de/blog/ich-kann-mich-hier-frei-entfalten

Offene Stellen an der Klinik an der Weißenburg: karriere.klinik-weissenburg.de

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00:00:13: Willkommen beim Podcast Krummefoten.

00:00:16: Ich spreche heute mit Stefanie, sie ist Physiotherapeutin hier an der Klinik an der Weißenburg.

00:00:21: Hallo Stefanie schön dich zu sehen!

00:00:23: Hallo, danke schön.

00:00:24: Seit wann arbeitest du in der Klinge an der weißen Burg?

00:00:27: Ich bin vor drei Jahren ins Team gekommen.

00:00:30: Seit drei Jahren arbeiteste ich hier und was war der Anlass sich hierher zu bewerben?

00:00:37: Der Anlass war dass ich mich beruflich eigentlich verändern wollte.

00:00:43: Ja, ich war hier schon mal gewesen.

00:00:46: In dem Rahmen der Ausbildung hab' ich hier sechs Monate lang im Praktikum absolviert und hatte damals so schöne tolle Erfahrungen gemacht, dass ich gesagt habe Mensch also das wäre eigentlich so ein Ziel hier wieder herzukommen weil halt auch die Kollegen noch vor Ort sind.

00:01:03: sehr viele davon Und es zeichnet denke ich mir auch eine Klinik aus wenn da nicht ständig Personalwechsel ist.

00:01:10: Das hat mich ja sehr imponiert.

00:01:14: Du bist jetzt seit drei Jahren hier und ich glaube, man kann in drei Jahren schon eine kleine Bilanz ziehen.

00:01:21: Was gefällt dir besonders hier in den letzten drei Jahren?

00:01:25: Das Arbeiten mit dem Patienten tatsächlich!

00:01:28: Die geben uns sehr viel zurück.

00:01:31: Das sieht man nicht immer, weil unsere Pläne alle voll sind und das ist eine Art Durchlauf.

00:01:38: Aber zwischen diesen Therapien hat man so oft Momente, in denen die Patienten dankbar dafür sind, dass sie hier sind, geholfen wird und wie wir helfen.

00:01:50: Also sehr individuell?

00:01:51: Ja.

00:01:52: Sehr persönlich?

00:01:53: Sehr wertschätzen.

00:01:54: Das hab ich ja auch jedes Mal ... Ich sehe das genauso.

00:02:01: Was bekommst du denn so für ein Feedback von den Patienten?

00:02:05: Naja, ich bin ja zum Beispiel eine sehr aktive Therapeuten die viel mit Musik macht.

00:02:12: vor jetzt über einen Jahr zum Beispiel einen Trommelkurs, ein Trump-Kurs eingeführt hier im Freizeitangebot für die Patienten.

00:02:20: Und da sind sie natürlich dann total fasziniert was dann plötzlich wieder geht diese eine Stunde in der sich auf diesen Rhythmus konzentrieren einfach nur Spaß haben lachen auch eigene Moves dann mal ausprobieren und plötzlich nicht im Gefangen sind, sondern einfach in der kleinen schönen Welt.

00:02:40: Auch vielleicht auf viele Erinnerungen also einige Musiktitel die wecken ja dann auch Erinnerung an ihre frühe Zeit ins Tanzen gehen selber und da sind sie dann immer wahnsinnig bewegt und da kommen die immer nach dem Kurs und sagen oh das war heute total toll es war anstrengend ich habe gespitzt aber hat mir wahnsinnigt viel Spaß gemacht.

00:03:00: Gibt es den Patienten auch ein neues Lebensgefühl mit solchen Sachen?

00:03:04: Ja, natürlich.

00:03:05: Ich denke schon erst mal überhaupt wieder zu schauen was geht denn und nicht ganz so unterschwellig zu agieren sondern wirklich mal oder so vorsichtig sanft sondern einfach plötzlich mit dieser Musik mitgerissen zu sein und dann zu sagen hinter mein Gott meine Arme das ging viel höher.

00:03:20: also Das ist da schon ein bisschen verstecktes Ziel und das nehmen die Patienten immer gerne mit.

00:03:27: Zeigst du ihnen auch, dass man über die vermeintlichen Grenzen hinausgehen kann?

00:03:31: Natürlich.

00:03:32: Das ist immer ein schwieriger Grad zu sagen und man kann es dann natürlich auch bisschen über die Maßen machen weil in dem Moment man sich das nicht bewusst ist aber hinterher sind eigentlich auch einen Tag später dann alle sagen ja ich habe heute schon Muskelkarte ich sehe ich muss was machen.

00:03:48: Also sie bekommen auch ein neues Körperbewusstsein.

00:03:52: Aber nicht nur durch den Trommelkurs, sondern auch durch die Physiotherapie.

00:03:55: Wir haben hier tatsächlich ja ständig laufende Anwendungen.

00:03:58: also die meisten haben hier immer täglich Wassergymnastik, Wirbelsäun-Sport oder eben eine Sitzgruppe alternativ Hand und Fußgymnastik.

00:04:07: das sind immer im dauerhaften Betrieb die einzelnen Kurse.

00:04:13: Wir haben halt nur vor, dass wir auch in den nächsten Jahren da auch mal gerne im Freizeitangebote einfach was stellen wollen so kleine E-Tüpfelchen, die vielleicht nicht alle haben aber wir

00:04:26: Ja, man möchte sich ja auch von anderen unterscheiden.

00:04:29: Und das ist sehr wichtig, sie was einfallen zu lassen.

00:04:32: Das heißt du hast hier in der Klinik an der Weißenburg die Möglichkeit, dich frei zu entfalten?

00:04:36: Ja,

00:04:37: ich biete auch Pilates zum Beispiel an und habe ja vorher im Fitnessstudio gearbeitet.

00:04:42: Im Fitnessstudium habe ich auch Pilatiskurse gegeben und hier mache ich es natürlich angepasst auf die Patienten und zeige ihnen auch mal wie kann man als Powerhouse aufbauen?

00:04:51: Und da hab ich auch öfters Männer, die sich da gerne verörnen in den Kurs.

00:04:54: Wo ich immer sage ja sehr schön freut mich dann immer und das ist natürlich was Individuelles.

00:05:00: dann nochmal so dass ich dann meinen frühere Arbeitsabschnitt und dass ich da alles gelernt habe auch mit hier hernehmen konnte und es war mir auch wichtig und dass mich die klinik da auch unterstützt finde ich auch gut muss ich jetzt sagen und dann sagen Ja du kannst dich da ein bisschen entfalten wir haben da großes Interesse daran.

00:05:19: also Ist diese Arbeitgeber offen für neue Ideen?

00:05:24: Ja,

00:05:25: na klar.

00:05:27: Ich habe bis jetzt nie festgestellt dass das irgendwie abwährend gehandhabt worden ist.

00:05:33: Also es bedarf halt alles verschiedener Schritte die abgewogen werden müssen.

00:05:37: ich mache ja auch Nordic Walking im Haus Und da müssen halt grundlegende Sachen beachtet werden, dass mal Gelände darf man das Gelände verlassen oder nicht.

00:05:46: Wo kann ich mich dann hinbewegen und wo nicht?

00:05:51: Das haben wir alles systematisch eingeführt und da bin ich auch ganz froh.

00:05:54: Ich komme ja gerade vom Nordic Walking, es war sehr warm grad aber...

00:05:57: Ja, ich habe euch gesehen!

00:05:59: Es war schon ein Kampf für einzelne Patienten, ne?

00:06:01: Ja

00:06:02: und jeder individuell und das ist total toll zu sehen wenn die lange Zeit da sind was dir für Fortschritte machen.

00:06:06: Ich hatte heute so ... also war selber so bisschen Gänsehautmoment.

00:06:10: Ja, eine Patientin hat dann wirklich gesagt und jetzt schaffe ich endlich die Runde mehr.

00:06:14: Und da freut er sich wahnsinnig drüber, da auch Konditionen aufzubauen.

00:06:18: Also einfach alles Schritt für Schritt langsam anzugehen und in die richtige Richtung nach vorne zu blicken.

00:06:25: Ich glaube das Schöne hier ist auch dass Patienten ja auch wiederkommen?

00:06:28: Ja!

00:06:29: Dass man eben auch eine ganz andere Bindung zu den Patienten aufbauen kann, ist das richtig?

00:06:34: Ja, natürlich.

00:06:35: Ich nenne die immer gerne so ein bisschen die Triebtäter.

00:06:38: Die Triebtäter?

00:06:38: Die kommen dann immer mal wieder und ja, die sagen dann immer, es hat uns so gefallen.

00:06:44: Und das Schöne ist auch ... Da können wir uns alle auf die Schulter klopfen hier im Haus, dass wirklich das Feedback von den Patienten so positiv ist, dass sie das mitnehmen oder auch anderen ans Herz legen geht doch in die Klinik an die Weißenburg da ist es so schön.

00:07:00: Das ist familiär, das ist klein individuell auf euch eingegangen.

00:07:05: und wenn ich, das ist glaube ich so ein Tenor den hört man sehr oft.

00:07:08: Den liest man auch sehr oft in der Rezession, wenn man sich das mal anschaut Und wenn dann immer positive Empfehlungen kommen, das ist glaube ich das Beste an Statement was Patienten uns hinterher geben kann.

00:07:20: Die geben uns zwar auch manchmal Schokolade aber... Warmen Worte sind dann viel schöner für uns muss ich sagen.

00:07:27: Schokolades ist schnell aufgegessen und das geschrieben haben wir öfter nachgegessen.

00:07:31: Ich habe so auch das Gefühl dass die Berufsgruppen ja sehr eng miteinander arbeiten und man sich gegenseitig Feedback gibt und über einzelne Patienten sehr wertschätzend sprechen überlegt den einzelnen Patienten noch tun.

00:07:44: Ist der Eindruck richtig, den ich da habe?

00:07:47: Ja durchaus.

00:07:47: wenn ich bedenken habe dann muss ich nur als Telefonhörer zucken und auf entsprechend die Ärztin an und schildern den Fall.

00:07:56: Wenn ich jetzt sage ich möchte dann andere Abteilungen gerne mit ins Boot haben wir haben ja hier auch im Haus Psychologen dass man sagt Mensch wir müssen vielleicht mal kurz gucken Das werde ihr auf allen Ebenen auch schön abholen, nicht nur beim Sportlichen.

00:08:10: Weil viele Sachen ... Gesundheit fängt immer primär im Kopf an.

00:08:13: Man muss positive Einstellungen haben.

00:08:16: Natürlich vermitteln wir den Patienten gerne diese Einstellung aber wenn es Traumataß gibt dann muss man sagen ganz offen das sind andere hier im Haus mit zuständig und das wird gut kommuniziert.

00:08:29: Klar, ich meine so eine chronische Erkrankung, die man jahrelang vielleicht nicht erkannt wurde.

00:08:33: Und die da auch bleibt geht ja nicht weg.

00:08:34: Eine romantische Erkrankung macht ja was mit einem und der eine ist vielleicht jemand, der grundsätzlich eine positive Einstellung hat und jemand, das vielleicht nicht hat, der wird es nicht besser gehen.

00:08:44: dadurch mental.

00:08:45: In der Geschichte der Patienten ist es auch meistens so dass sehr viele falsche Anlaufstellen da gewesen sind.

00:08:52: Das Missverständnis auf verschiedenen Ebenen da passiert Manche sind da auch zweifelhaft mit Kliniken und Ärzten.

00:08:59: Und das erst mal wieder in eine andere Richtung zu lenken, dass ist ne schwere Aufgabe für's Ärzteteam, denke ich manchmal.

00:09:07: Aber ich denke, das versuchen wir hier super umzusetzen.

00:09:11: Die Gesamtsituation macht es dann möglich, dass die rausgehen und dann doch positiver an die Zukunft schauen können.

00:09:18: Was willst du dir denn für die Zukunft der Klinik?

00:09:20: Wenn man gerade beim Thema Zukunft sind ... Ja!

00:09:25: Natürlich immer weitere Investitionen, hier wird ja auch sehr viel gemacht.

00:09:29: Das muss man ja auch sagen ... dass man sagt, was kann man einzeln noch angehen?

00:09:35: Was könnte man noch verbessern umbauten?

00:09:37: Das muss alles mit geändert werden zukunftsorientiert.

00:09:43: Wenn man jetzt mal schaut, grüne Energie kann man immer viel machen, noch mit zusätzlich aber primär für die Patienten, denke ich mal sind wir rundum sehr gut aufgestellt.

00:09:54: Ja, und ... ja.

00:09:58: Ich denke das wäre so das einzigste, so wie ich sage, Investitionen muss man halt tätigen.

00:10:04: Denn wir haben hier sehr viel.

00:10:05: Wir haben in Ihrer Termin, die hat auch kaum eine Klinik im Umkreis.

00:10:10: Da wurde

00:10:10: schon

00:10:11: die Kältekammer.

00:10:13: Die Frau Dr.

00:10:13: Schneider hatte ja auch diese Medit- ... Wassermassage-Liga mit eingeführt.

00:10:19: Das sind immer Kostenpunkte und Erweiterung für die jeweiligen Patienten, Zielgruppen, die wir dann anbieten können.

00:10:27: Und das muss halt weitergehen im Wandel.

00:10:31: Und meinst du, dass es sich lohnt hier?

00:10:34: Sich zu bewerben für ein Physiotherapeut, macht der da einen ganz glücklichen Eindruck?

00:10:38: Natürlich!

00:10:39: Also, das würde ich sofort unterschreiben... Es ist sehr lohnenswert weil ... Ich würde jetzt für unsere Physiotherapie hinsprechen, egal ob wir mal ein kleines bisschen unterbesetzt sind, Wechselkrankheit oder Urlaubszeit.

00:10:54: Das Schöne ist immer im Krisenzeiten wenn das Team zusammenhalten kann, spricht das für sich.

00:11:00: Dass nicht jeder Seins macht sondern auch mal geguckt wird.

00:11:02: Mensch auch du hast da heute so viel soll ich dir da helfen soll ich dich was abnehmen und es funktioniert hier wirklich miteinander schön.

00:11:13: Und so wünscht man sich das dann auch, dass es keine egoistische Sache wird.

00:11:18: Dass nicht jeder sagt okay ich hab mein Tablet, ich arbeite meinen Plan ab und gehe dann abends heim, sondern dass man schon mal guckt kann man für einen da sein.

00:11:28: Bist du bei

00:11:28: anderen auch gut?

00:11:29: Ja genau, ich denke ... Das ist wichtigst in einem Team zu arbeiten.

00:11:37: Auch wenn wir nur zurzeit sind wir nur Frauen

00:11:40: vielleicht kriegen

00:11:40: wir noch ein Mann dazu.

00:11:43: Das ist natürlich ... Wir sind ein kleiner Weiberhaufen, aber ein lustiger Weiberhafen.

00:11:48: Das Gefühl hab ich auch!

00:11:50: Ich danke dir, Stefanie für das schöne Gespräch und wünsche euch demnächst mal einen Mann im Hühnerhaufen.

00:11:57: Im Hühnershaufen!

00:11:59: Mach's gut!

00:12:00: Tschüssi!

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